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Lebensraum

Nachhaltigkeit ist ein globaler Trend der nicht nur in der Politik inzwischen voll angekommen ist sondern auch vor der Wirtschaft nicht mehr halt macht. So bemühen sich nun Unternehmen aus einer Vielzahl von Branchen und Geographien um eine positive und öffentlichkeitswirksame Ökobilanz.Aktuell stellen sich viele Unternehmen und ganze Branchen berechtigte und wichtige Fragen: Was können wir tun um den ökologischen Fußabdruck unserer Branche zu optimieren? Dieser Frage macht auch vor der Berliner Eventbranche nicht halt. Mehr noch bietet der Trend aber eine Chance für die Berliner Eventbranche, im Thema Nachhaltigkeit Vorreiter zu werden.Ein Lösungsansatz, der dabei zunehmend mehr Aufmerksamkeit erfährt, ist das Prinzip der Circular Economy (zirkuläre Wirtschaft): Eine Wirtschaft, die qua Design regenerativ ist. Sie zielt mit systemweiten Innovationen darauf ab, Produkte und Dienstleistungen so zu gestalten, um Abfall und negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt von vornherein zu verhindern. Doch während die eine zirkuläre Wirtschaft in der Theorie zunächst einleuchtend und vielversprechend klingt, fehlt es oftmals an konkreten Lösungen und Handlungsansätzen, um den Wandel dorthin zu gestalten.  Im Rahmen des Tag der Berliner Kongresswirtschaft (MICE Summit) haben wir mit den Teilnehmer*innen die Potentiale für eine zirkuläre Wirtschaft  in ausgewählten Wertschöpfungsketten der Eventbranche analysiert. In einer systemischen Analyse haben wir uns angeschaut, welche Akteure und Faktoren Treiber und Betroffene sind um somit im nächsten Schritt starke Hebel für Veränderung zu identifizieren.In der Arbeit unterstützen uns Methoden aus dem Google Sprint und Design Thinking: nutzerzentriert verfolgten wir die einzelnen Stationen des Caterers von der Beauftragung bis hin zu Durchführung und Abtransport möglicher Reste. Dies verdeutlichte die Momente in der Wertschöpfungskette, an denen aktuell besonders viel Müll entsteht. Beispielhaft nahmen sich die Teilnehmenden dem Aspekt der “Minimierung von Verpackungs- und Transportabfalls” vor, um zu erarbeiten, welche Hebel es für eine Veränderung hin zu mehr Nachhaltigkeit gibt. Im Brainstorming wurden anschließend spannende Ansätze entwickelt. In weiteren Iterationsschleifen kristallisierte sich die Idee für einen Kodex für zirkuläres Catering heraus.. Dieser wurde prototypisch in einer “Idea Napkin” ausdifferenziert.Was denkt ihr: könnte ein Kodex für zirkuläres Catering helfen die Eventbranche nachhaltiger zu machen? Es wäre ein erster Schritt hin zu einer Selbstverpflichtung der Branche. Um einen solchen Kodex zu entwickeln, müsste diese sich zunächst mit den Lösungen und Herausforderungen en détail beschäftigen. Ein solcher Kodex würde es Veranstaltern ermöglichen, auch in Zeiten von wirtschaftlichem und zeitlichem Druck, verlässliche und zertifizierte Partner für zirkuläre Event zu finden und somit den ökologischen Fußabdruck der Branche substantiell zu verbessern. Mehr