Der Building Cycle kommt ins Rollen

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Autor*in

Building Cycle

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21.02.2018

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habitat community

Willst du mehr zu den Hintergründen des Projekts wissen? Erfahre hier mehr dazu. 

Nach einer wunderbaren Kick Off Feier am 09.Februar 2018, befindet sich die Planungsphase nun in den letzten Zügen und der Prozess geht in die nächste Runde: Ab Anfang März werden wir tatsächlich auf dem Kindl–Areal bauen!

In den vergangenen Wochen wurde im Kollektiv hinterfragt, diskutiert, umgeworfen und weitergedacht und unsere Vision eines nachhaltigen Gebäudes aus recycelten Materialien nimmt immer mehr Form an.


Der gebaute Prototyp soll als Begegnungsort die einzelnen Akteuere und Nachbarn unter einem Dach vereinen. Der Einraum mit 4 ausgebildeten Nischen zum Kochen, Arbeiten, Entspannen und um den Kamin Sitzen soll Raum für Workshops und Vorträge bieten, aber auch ein Ort des Zusammenkommens für die ganze Nachbarschaft sein. Auch der Außenraum mit der umlaufenden Holzplattform und den Hochbeeten lädt zum Verweilen ein und bietet die Möglichkeit im Stadtraum zu gärtnern.

Bei der Herstellung der einzelnen Bauteile wenden wir uns von einer herkömmlichen, oft nicht rückbaubaren Verarbeitungsweise ab und entwickeln im DIY–Ansatz neue Methoden um die Materialien wieder in den Baukreislauf einzubinden:
Der Trägerrost aus Holzbalken von Rückbauten bildet das Dach, dessen umlaufender Überstand die plakatierten Wandmodule aus Obstkisten vor Niederschlag schützt. Durch das Befüllen der Kisten mit geschreddertem Papier wird die Baubude gedämmt und das ganze Jahr nutzbar. Die Fenster aus Altglas–Scheiben wurden ebenfalls von unserem Team entwickelt und bestehen aus selbst gebauten Holzrahmen mit einer Abdichtung aus Fahrradschläuchen.


© Maria Nesterow

Ein erster Prototyp dieses Wandmoduls samt Dachausschnitt wurde, im Maßstab 1:1, bei unserer Kick Off Feier an einem kalten Februartag an seinem zukünftigen Standort aufgebaut. Dort konnten Wünsche und Ideen für die Baubude an das Modul tapeziert werden, was nicht nur Glück für die Zukunft bringen, sondern auch den partizipativen Prozess und die Einbindung der Nachbarschaft in das Projekt symbolisieren soll.


© imaging dissent

Von Auftraggebern und Akteuren über Experten und Sponsoren bis hin zu     Nachbarn und Nutzern – von Beginn an wird das Projekt gemeinsam mit einer Vielzahl von Mitdenken entwickelt und vorangetrieben. Das Netzwerk geht mittlerweile weit über das Architekturgebäude hinaus und das Projekt wächst mit neuen Entscheidungen, Wünschen und Ideen. 

Wir möchten diesen partizipativen Prozess gerne weiter fortführen und freuen uns auch in der Bauphase auf Zuschauer, Neugierige und helfende Hände!