Zirkulärer Lebensraum

Wir vom CRCLR Haus sind überzeugt davon, dass es höchste Zeit ist, unser Zusammenleben und Zusammenarbeiten zu überdenken. Um kreative Lösungen zu entwickeln, wollen wir uns an der Kreislaufwirtschaft orientieren, denn schließlich ist auch das Leben selbst nicht linear! In unserem CRCLR Programm fokussieren wir uns auf sieben Themen, die als Katalysatoren für diese Änderungen dienen sollen. Unser Lebensraum ist eines dieser sieben Themen.

 

Im Jahr 2030 werden mehr als 78% der Bevölkerung Deutschlands in urban geprägten Räumen leben. Dies wird unser aktuelles lineares Wirtschaftssystem bei der Gewinnung von Rohstoffen, der Produktion von Gütern und der Entsorgung von Müll an die Grenzen unserer Gesellschaft und unserer Umwelt bringen. Betrachten wir als Beispiel das Wohnen. Einerseits besteht in Deutschland ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Bis 2020 müssten in jedem Jahr 380.000 neue Wohnungen fertiggestellt werden, um den Bedarf zu decken. Andererseits ist der Bausektor eine der ressourcen-intensivsten Branchen in Deutschland. Er allein ist verantwortlich für über 52 % des in Deutschland anfallenden Mülls.

 

Wie könnten Lösungen aussehen, die gleichermaßen sozial und umweltverträglich sind?

 

Für dieses Problem gibt es keine einfache Lösung. Denn es betrifft eine große Anzahl unterschiedlicher Themenstellungen: angefangen von der Architektur und Infrastruktur unserer Städte und ländlichen Gebiete bis hin zur Organisation der Ver- und Entsorgung und des Verkehrs, um nur einige Beispiele zu nennen. Wir wollen wertvollen Input über die aktuellsten Entwicklungen auf diesem Gebiet geben und nützliche Vorschläge machen, die in der Praxis umgesetzt werden können. Besonders spannend finden wir, dass wir hier im CRCLR Team diese Konzepte selbst erproben.

Hier findest Du Artikel und Events zum Thema Leben mit Kreislaufwirtschaft. 

Lebensraum

Nachhaltigkeit ist ein globaler Trend der nicht nur in der Politik inzwischen voll angekommen ist sondern auch vor der Wirtschaft nicht mehr halt macht. So bemühen sich nun Unternehmen aus einer Vielzahl von Branchen und Geographien um eine positive und öffentlichkeitswirksame Ökobilanz.Aktuell stellen sich viele Unternehmen und ganze Branchen berechtigte und wichtige Fragen: Was können wir tun um den ökologischen Fußabdruck unserer Branche zu optimieren? Dieser Frage macht auch vor der Berliner Eventbranche nicht halt. Mehr noch bietet der Trend aber eine Chance für die Berliner Eventbranche, im Thema Nachhaltigkeit Vorreiter zu werden.Ein Lösungsansatz, der dabei zunehmend mehr Aufmerksamkeit erfährt, ist das Prinzip der Circular Economy (zirkuläre Wirtschaft): Eine Wirtschaft, die qua Design regenerativ ist. Sie zielt mit systemweiten Innovationen darauf ab, Produkte und Dienstleistungen so zu gestalten, um Abfall und negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt von vornherein zu verhindern. Doch während die eine zirkuläre Wirtschaft in der Theorie zunächst einleuchtend und vielversprechend klingt, fehlt es oftmals an konkreten Lösungen und Handlungsansätzen, um den Wandel dorthin zu gestalten.  Im Rahmen des Tag der Berliner Kongresswirtschaft (MICE Summit) haben wir mit den Teilnehmer*innen die Potentiale für eine zirkuläre Wirtschaft  in ausgewählten Wertschöpfungsketten der Eventbranche analysiert. In einer systemischen Analyse haben wir uns angeschaut, welche Akteure und Faktoren Treiber und Betroffene sind um somit im nächsten Schritt starke Hebel für Veränderung zu identifizieren.In der Arbeit unterstützen uns Methoden aus dem Google Sprint und Design Thinking: nutzerzentriert verfolgten wir die einzelnen Stationen des Caterers von der Beauftragung bis hin zu Durchführung und Abtransport möglicher Reste. Dies verdeutlichte die Momente in der Wertschöpfungskette, an denen aktuell besonders viel Müll entsteht. Beispielhaft nahmen sich die Teilnehmenden dem Aspekt der “Minimierung von Verpackungs- und Transportabfalls” vor, um zu erarbeiten, welche Hebel es für eine Veränderung hin zu mehr Nachhaltigkeit gibt. Im Brainstorming wurden anschließend spannende Ansätze entwickelt. In weiteren Iterationsschleifen kristallisierte sich die Idee für einen Kodex für zirkuläres Catering heraus.. Dieser wurde prototypisch in einer “Idea Napkin” ausdifferenziert.Was denkt ihr: könnte ein Kodex für zirkuläres Catering helfen die Eventbranche nachhaltiger zu machen? Es wäre ein erster Schritt hin zu einer Selbstverpflichtung der Branche. Um einen solchen Kodex zu entwickeln, müsste diese sich zunächst mit den Lösungen und Herausforderungen en détail beschäftigen. Ein solcher Kodex würde es Veranstaltern ermöglichen, auch in Zeiten von wirtschaftlichem und zeitlichem Druck, verlässliche und zertifizierte Partner für zirkuläre Event zu finden und somit den ökologischen Fußabdruck der Branche substantiell zu verbessern. Mehr

Lebensraum

"Es gibt keine Passagiere auf dem Raumschiff Erde. Wir sind alle die Crew."  - Marshall McLuhanAufregende Zeiten stehen uns bevor! Nach vier Jahren Arbeit und mit viel Unterstützung von euch konnten wir ein 99 jähriges Erbbaurecht für das CRCLR Haus unterschreiben.Doch was ist eigentlich ein Erbbaurecht?Ein Erbbaurecht beschreibt die Übertragung des Nutzungsrechts vom Eigentümer, in unserem Fall die Edith Maryon Stiftung, auf den Erbbaurechtsnehmer (unsere Baugenossenschaft) für 99 Jahre. Dafür zahlen wir einen Erbbaurechtszins und haben eine Bau- und Pflegepflicht. Durch das Erbbaurecht kann der Grund und Boden effektiv der Spekulation entzogen und dauerhaft für das gesellschaftliche Gemeinwohl genutzt werden, ohne dass sich über die Zeit die Eintrittsbarrieren durch steigende Preise erhöhen. Gerade zu Zeiten extrem schnell steigender Mieten ist das fast revolutionär und wir wünschen uns mehr Erbbaurechte für gemeinwohlorientierte Projekte und soziales Wohnen in Berlin. Für uns konkret bedeutet das Erbbaurecht, dass wir unseren Standort für das gemeinwohlorientierte Circular Economy Haus für die nächsten 99 Jahre sichern können. Wir hoffen das ist genügend Zeit, um den Wandel von einer linearen zu einer zirkulären Wirtschaft in Neukölln anzustoßen und voranzutreiben. Das Erbbaurecht bringt neben dem Nutzungsrecht auch die Pflicht zu bauen mit sich. So arbeiten wir nun gemeinsam mit Architekten und Fachplanern im Rahmen einer umfassenden Lernreise daran, eine zirkuläre Bauweise und daran angelehnte Nutzungskonzepte für das CRCLR Haus zu entwickeln. Mit dem CRCLR Haus entsteht somit Mitten in Berlin-Neukölln ein Prototyp für nachhaltiges Wohnen und Arbeiten – geleitet von Prinzipien der Zirkulären Wirtschaft. Weitere Bauprojekte – auch im ländlichen Raum – sind in Planung. Mehr